Durchqueren von Weiden
Viele Wanderwege in den Bergen führen auch durch Rinderweiden. Die Kühe sind in aller Regel an Wanderer gewöhnt und sehen die Begegnung mit Ihnen meist sehr gelassen. Manchmal sind sie neugierig und nehmen die Wanderer genauer in Augenschein, eine Gefahr geht von ihnen allerdings in der Regel nicht aus. Mit einer Ausnahme, Kühe verteidigen wie jedes andere Tier im Notfall ihre Kälber. Sehen sie für Ihre Kälber eine Gefahr stellen sie schon alleine Aufgrund Ihrer Masse eine Gefahr dar. Generell gilt: Tiere in Ruhe lassen und soweit Möglich Abstand halten. Hunde sollten in der Nähe von Weiden immer an der Leine geführt werden. Dabei sollte man aber auch immer bereit sein die Leine im Notfall auch loslassen zu können, wenn zum Beispiel Mutterkühe auf einen bellenden Hund losgehen weil sie Ihre Kälber in Gefahr sehen.
Eigentlich selbstverständlich, wie ein Fall aus den vergangenen Jahren aber zeigt anscheinend nicht für jeden. Eine Frau war mit Ihrem Hund auf einem Wanderweg innerhalb einer Weide unterwegs, der Hund bellte und versetzte eine Herde Mutterkühe in unmittelbarer Nähe in Aufruher. Diese gingen auf den Hund los. Leider konnte die Frau die Leine nicht mehr Lösen und wurde von den Kühen zu Tode getrampelt. Ein Tragischer Unfall. Ein Gericht sah die Schuld beim Besitzer der Kühe und verdonnerte Ihn zu einer 6-stelligen Schmerzensgeldzahlung an die Hinterbliebenen. Ein Urteil das nicht nur bei Bergbauern für Unverständnis sorgt und sollte es Bestand haben auch zu einer Sperrung zahlreicher Wanderwege führen könnte.