Entlang der dänischen Nordseeküste – Von Rømø zur Fähre nach Norwegen

Nach mehr als einer Woche in Deutschland erreiche ich endlich Dänemark. Doch statt auf direktem Weg zum Fährhafen nach Hirtshals zu fahren, folge ich diesmal der dänischen Nordseeküste. Es geht auf den riesigen Autostrand von Rømø, durch die Dünenlandschaft Jütlands und zum Rubjerg Knude. Irgendwann packt mich dann aber doch der Ehrgeiz: Jetzt soll es endlich nach Norwegen gehen.
Marsk Camp

Willkommen in Dänemark

Von meinem letzten Ziel in Deutschland, dem Modellbahnzauber in Friedrichstadt, ist es nur noch ein Katzensprung nach Dänemark.

Anstatt wie sonst über die Autobahn zum Fährhafen in Hirtshals zu fahren, habe ich diesmal beschlossen, der Nordseeküste zu folgen. Mein erstes Ziel ist dabei Rømø.

Die Insel ist vor allem für ihren riesigen Autostrand bekannt. Doch bevor ich Rømø erkunde, verbringe ich noch eine Nacht auf dem Campingplatz Marsk Camp.
Strand von Rømø

Mit dem Camper auf den Strand von Rømø

Trotz des durchwachsenen Wetters geht es am nächsten Tag nach Rømø. Die Insel ist über einen Damm mit dem Festland verbunden, sodass keine Fähre nötig ist, um sie zu erreichen.

Schnell ist Rømø durchquert und irgendwann endet die Straße einfach am Strand.

Und der ist wirklich riesig.

Überall verteilen sich Autos und Camper. In Dänemark gibt es einige Strände, die mit dem Auto befahren werden können. Teilweise dienen sie den Einheimischen sogar als Abkürzung. Vollkommen ungewöhnlich ist das hier also nicht.

Besonders ist allerdings die schiere Größe dieses Strandes.

Ich folge den Spuren meiner Vorgänger in Richtung Wasser. Bevor ich dieses erreiche, stelle ich meinen Camper allerdings mit einigen Metern Abstand ab. Von hier aus geht es zu Fuß weiter und ein wenig den Strand auf und ab.
Strand von Rømø
Das erste Mal am Meer auf dieser Tour.

Immer wieder beeindruckend.

Abgesehen von ein paar Kitesurfern traut sich bei dem trüben und kühlen Wetter niemand ins Wasser. Als leichter Nieselregen einsetzt, mache ich mich wieder auf den Weg zum Camper.

Ein wenig gespannt bin ich schon, ob ich es ohne Probleme zurück zur Straße schaffe. Doch meine Bedenken sind unbegründet. Der Sand ist fest und griffig und mein Camper kommt problemlos voran.
Spidsbjerg - höchsten Punkt der Insel Rømø

Ein kleiner Abstecher auf den Spidsbjerg

Bevor ich Rømø wieder verlasse, geht es noch zum Spidsbjerg – dem höchsten Punkt der Insel. Vom Parkplatz an der St.-Clemens-Kirche ist er über eine kurze Wanderung zu erreichen.

Der Nieselregen hat zwar inzwischen wieder aufgehört, doch das trübe Wetter sorgt dafür, dass die Aussicht vom gerade einmal 18 Meter hohen Hügel nicht allzu spektakulär ausfällt.

Immerhin ist es eine schöne kleine Wanderung durch die Wälder Rømøs.

Danach ziehe ich weiter und verlasse die Insel.
Stellplatz mit Blick aufs Meer

Einfach der Nordseeküste Richtung Norden folgen

Ein konkretes Ziel habe ich nicht.

Einfach weiter der Küste entlang in Richtung Norden.

Es ist eine entspannte Fahrt über die dänischen Landstraßen. Irgendwann, auf der Nehrung Holmsland Klit, verlässt mich schließlich die Lust am Fahren.

Ein Stellplatz muss her.

Meine Wahl fällt auf einen Parkplatz zwischen den Dünen. Dieser ist zwar kostenpflichtig, bietet dafür aber einen direkten Blick aufs Meer.

Mehr brauche ich für heute nicht.
Stopp am Limfjord

Jetzt soll es endlich nach Norwegen gehen

Irgendwo zwischen Rømø und meinem Nachtlager hat mich dann allerdings doch der Ehrgeiz gepackt.

Es soll endlich nach Norwegen gehen.

Also habe ich eine Fähre gebucht, die zwei Tage später von Hirtshals ablegen soll.

Den verbleibenden Tag in Dänemark will ich zum einen für die restlichen Kilometer nach Hirtshals und zum anderen für einen Besuch des bekannten Leuchtturms Rubjerg Knude nutzen.

Dabei folge ich weiterhin der Küste.
Limfjord

Eine Pause am Limfjord

Am Limfjord lege ich noch einmal eine längere Pause ein.

Wäre die Fähre nicht bereits gebucht, hätte ich hier vermutlich noch eine weitere Nacht verbracht und die Umgebung etwas genauer erkundet.

Eigentlich hätte ich ja Zeit.

Doch diesmal gibt es tatsächlich einen Termin, den ich einhalten muss.

Also geht es weiter.
Rubjerg Knude

Wiedersehen mit Rubjerg Knude

Ein letzter Zwischenstopp am Rubjerg Knude darf natürlich trotzdem nicht fehlen.

Diesen Ort kenne ich bereits aus Kindheitstagen. Damals lag zwischen dem Leuchtturm und der Küste noch eine riesige Wanderdüne, die gerade dabei war, den Turm und seine Nebengebäude unter sich zu begraben.

Die Nebengebäude gibt es schon lange nicht mehr. Der Leuchtturm dagegen wurde erhalten und sogar einige Meter ins Landesinnere versetzt. Ansonsten wäre er inzwischen wohl tatsächlich in Gefahr, ins Meer zu stürzen.

Die Dünenlandschaft rund um den Turm verändert sich ständig. Allein deshalb ist dieser Ort für mich immer wieder einen Besuch wert.

Doch diesmal komme ich nicht weit.

Der heftige Wind wirbelt mir bereits auf dem kurzen Fußmarsch vom Parkplatz zum Turm so viel Sand entgegen, dass ich das Gefühl habe, sandgestrahlt zu werden.

Also mache ich kehrt.

Rubjerg Knude muss diesmal ohne mich auskommen.
Sonnenuntergang in Hirthals

Die letzte Nacht in Hirtshals

Ich fahre direkt weiter nach Hirtshals und auf den dortigen Campingplatz.

Hier habe ich schon öfter vor oder nach einer Fährfahrt nach Norwegen übernachtet. Wie es während der Hauptsaison aussieht, kann ich nicht sagen. Jetzt, Mitte September, ist es jedenfalls sehr entspannt.

Und sogar die Sonne traut sich noch einmal heraus.

Damit bekomme ich zum Abschluss meines Aufenthalts in Dänemark doch noch etwas geboten, womit ich nach dem grauen Wetter des Tages kaum gerechnet hätte: einen schönen Sonnenuntergang über der Nordsee.

Ein passender Abschluss für meine letzten Stunden in Dänemark.
Meer bei Hirtshals

Mit der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand

Am nächsten Morgen ist es dann endlich so weit.

Es geht hinunter zum Hafen und zur Fähre von Fjord Line.

Pünktlich legt sie in Hirtshals ab. Nach einer ruhigen Überfahrt taucht schließlich die norwegische Küste vor mir auf.

Ich erreiche Kristiansand.

Norwegen – endlich.

Wie es von hier aus weitergeht, erfährst du im nächsten Artikel.
Veröffentlicht: 24.09.2026
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