Kurztrip zum Säntis

03.11.2022
Ende Oktober 2022, die Sonne scheint, das Thermometer zeigt tagsüber immer noch Werte über 20°C an. Optimales Wetter für eine letzte Campingtour in diesem Jahr. Mein Ziel ist der 2500m hohe Säntis der Schweiz.
Kurztrip zum Säntis

Planänderung

Wie immer breche ich an diesem sonnigen Sonntagmorgen ohne großartige Planung auf. Mein erstes Ziel soll eigentlich der Bodensee sein. Doch je näher ich unserem schwäbischen Meer komme, desto dichter wird der Nebel. Also beschränkt sich mein Zwischenstopp am Bodensee auf den Kauf einer Autobahnvignette an der ehemaligen Grenzstation.

Raus aus dem Nebel

Weiter gehts zunächst auf der Österreichischen Autobahn durch den Pfändertunnel in Richtung Süden. Nachdem der Tunnel passiert ist lichtet sich der Nebel wieder etwas, auch wenn er sich hier im Rheintal an diesem Morgen nicht vollständig auflöst.

Ruppenpass

Also wird die Rheinseite einmal gewechselt, damit habe ich gleichzeitig die Schweizer Grenze passiert und nach der Durchquerung von Altstätten geht es hinauf auf den Ruppenpass. Mit einer Passhöhe von 1003m ist er nicht besonders hoch, aber immerhin reicht es, um auch dem letzten Nebeldunst zu entfliehen. Hier oben lege ich einen ersten längeren Zwischenstopp ein und nutze diesen für einen kleinen Spaziergang mit einer Wunderschönen Aussicht auf das Rheintal und den dahinter liegenden Österreichischen Berge.
Aussicht Ruppenpass

Weiter zum Säntis

Nachdem ich hier oben einige Zeit verbracht habe, geht es weiter. Weiter zu meinem eigentlichen Ziel dem Säntis, den ich gegen Abend erreiche. An der Talstation gibt es einige offiziell ausgeschilderte Wohnmobilstellplätze, für die aber ein stolzer Preis von 20 CHF pro Nacht fällig werden. Strom oder eine Entsorgungsstation sucht man hier trotz des Preises vergeblich. Trotzdem beschliesse ich hier zu bleiben und am nächsten morgen mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren.
Wohnmobilstellplatz am Säntis

Morgens auf den Berg

Die Nacht wir absolut ruhig und der Föhn sorgt dafür, dass die Temperaturen auch in der Nacht im zweistelligen Bereich bleiben. Ausgeschlafen setze ich am nächsten morgen meinen Plan in die Tat um und Fahre mit der Seilbahn auf den Berg.
Mit der Seilbahn auf den Säntis
Für Berg- und Talfahrt werden umgerechnet knapp 55 € fällig. Dafür gibts auf dem Gipfel eine Traumhafte Aussicht in alle 4 Himmelsrichtungen sowie einer sehr schön gestalteten Ausstellung zum Thema Wetter und Klima in der Bergstation. Hier erfährt man beispielsweise, dass der Säntis der schneereichste Berg ist der Schweiz ist. Davon ist aktuell aber nicht viel zu sehen. Ein paar wenige Schneereste verstecken sich in den Felsspalten und Senken rund um den Gipfel. Auch die letzten Reste des Säntis Gletschers sind noch zu erkennen. Ansonsten erinnert aber noch nichts an den bevorstehenden Winter.
Gipfel Säntis
Hier oben kann man allein schon mit dem geniessen der Aussicht schon einige Stunden verbringen. Auch für die „Erlebniswelt Säntis“, wie sich die Ausstellung zum Thema Wetter und Klima im inneren der Bergstation nennt, lohnt es sich ein wenig Zeit zu investieren.
Blick vom Säntis
Erlebniswelt Säntis

Zurück im Tal

Nachdem mich die Seilbahn wieder sicher ins Tal gebracht hat, entschliesse ich mich noch dazu einen der Rundwanderwege zu absolvieren die hier an der Talstation starten. Ich entscheide mich für den kurzen mit 60min angegeben Rundwanderweg der mich vorbei an kleinen Almhütten und durch den Wald zurück an meinen Ausgangspunkt leitet und dabei immer wieder einen schönen Blick auf die beeindruckenden Felswände des Säntis ermöglicht.
Talfahrt
Insgesamt eine sehr einfache Runde, die für jeden der halbwegs gut zu Fuss ist gut machbar sein sollte.
Rundwanderweg

Fazit:

Auch wenn der Besuch des Säntis kein günstiges Vergnügen ist, hat es sich dennoch gelohnt. Die traumhafte Aussicht am Gipfel, aber auch die schönen Wanderwege rund um die Talstation sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Säntis